Ziegen

Bei uns leben verschiedene Ziegen. Sie unterscheiden sich nicht nur äußerlich, sondern auch in ihrem Temperament.

Hier geht es zu den einzelnen Rassen:

Juan-Fernandez-Ziege

 

 

Eigenschaften

Die Fellfärbung der Juan-Fernandez-Ziegen ist zumeist rötlich-braun mit einem schwarzen Aalstrich entlang der Mittellinie des Rückens (auch schwarze oder gescheckte Exemplare). Die Juan-Fernandez-Ziegen sind als extrem gute Kletterer und Springer bekannt.

Herkunft

Die Art hat eine besondere Geschichte. Im Jahr 1563 wurden einige Tiere, die ursprünglich als Hausziegen in Spanien gehalten wurden, vom Seefahrer Juan Fernandez auf verschiedenen Inseln vor der chilenischen Küste ausgesetzt. Daher haben sie ihren heutigen Namen.

Verbreitung

Auf den Inseln passten sie sich schnell an und noch heute findet man dort etwa 3.000 wildlebende Tiere.

Bestand

Auf den Inseln wird der Bestand durch Bejagung immer mehr dezimiert. Daher wird der Bestand in freier Wildbahn bald gefährdet sein und die Haltung und Nachzucht in Tierparks wird immer wichtiger.

Tier-Paten

Wir bedanken uns bei unseren Paten für die tolle Unterstützung:
Ehrenpate: Familie Mast aus Worms
Ehrenpate: Friedhelm Hass aus Neuharlingersiel
Maria u. Herbert Josten aus Attendorn
Familie Wiesenthal aus Arnsberg
Familie Geyer aus Neustadt
Anja Kohl u. Benedikt Unvericht aus Mülheim
Florian Reifland aus Nidderau
Thorsten Schiborr aus Erkrath
Annette u. Hans-Joachim Reinhardt aus Rüsselsheim
Kirsten Schumeier aus Grasberg
Renate Thömmes aus Dillingen

 

Walliser Schwarzhalsziege

 

 

Kenneichen

die Walliser Schwarzhalsziege ist unverkennbar gekennzeichnet: vorne schwarz und hinten weiß. Sie hat langes Fell. Auch die weiblichen Tiere besitzen Hörner, die sind aber kürzer als bei den Böcken, bei denen sie bis zu 80 cm lang werden können. Die Widerristhöhe beträgt bei den Böcken  75-85 cm (65-70 kg). Die Geißen sind etwas kleiner (Widerristhöhe 70-80 cm) und leichter (45-50 kg).

Eigenschaften

Walliser Schwarzhalsziegen sind als sehr leistungsfähige Mastrasse bekannt. Jährlich können sie bis zu 600 Liter Milch geben. Das Fleisch gilt als schmackhaft. Daher zählen sie wohl auch zu den so genannten Zweinutzungsrassen, die für traditionelle Landwirtschaft typisch sind.

Verbreitung

Die Walliser Schwarzhalsziege wird noch immer vor allem im Oberwalis (Schweiz) gehalten.

Bestand

Diese Ziege wird aufgrund ihres attraktiven Äußeren gerne in Tierparks und Zoos gehalten. In der Landwirtschaft spielt sie auch heute noch eine Rolle. Der Bestand gilt derzeit nicht als besonders gefährdet. 1999 lag der Bestand bei ca. 270 Böcken und 1300 Herdebuchgeißen – Tendenz steigend.

Tier-Paten

Wir bedanken uns bei unseren Paten für die tolle Unterstützung:
Ehrenpatin Elfriede Hillers-Deuß () aus Baden-Baden
Frauen Union – Kreisverband Wittmund
Eva u. Michael Löhnwitz aus Mülheim
Miriam Feth aus Delligsen
Hans-Jürgen Rüster aus Egelsbach
Heike Bröker aus Erkrath
Dennis und Ben Meier aus Wendeburg
Antje Hagenlocher aus Aurich
Tommy Smith aus Alabama (USA)
Malina Hoffmann aus Sundern
Meilin Weigelt aus Remscheid

 

Pfauenziege

 

 

Kennzeichen

Die aus der Schweiz stammende Pfauenziege verdankt ihren Namen einem Schreibfehler: Eigentlich hießen sie Pfavenziegen. Das rührt von den Pfaven her, den seitlichen, schwarzen Bändern der Kopfzeichnung. Die vordere Körperhälfte ist vorwiegend weiß mit schwarzen Stiefeln, während Hinterkopf, Maulpartie und die hintere Körperhälfte vorwiegend schwarz sind. Die Böcke haben kräftige und weit ausladende Hörner. die Widerristhöhe der Böcke liegt bei 75-85 cm (65-85 kg) und die der Geissen bei 70-80 cm (50-60 kg).

Eigenschaften

Die Gebirgsziegen sind robust und widerstandsfähig. Es sind eher große, schwere Ziegen. sie erbringen bei bescheidenen Futteransprüchen eine gute Fleischleistung und die Züchter waren mit der Milchleistung (über 2,5 Jahre ca. 350 Liter pro Ziege) sehr zufrieden.

Bestand

Dennoch verschwand sie fast im Laufe der Jahre. Der Bestand heute ist bedenklich gefährdet.

Tier-Paten

Wir bedanken uns bei unseren Paten für die tolle Unterstützung:
Familie Bonk aus Bochum
Inge Ackermann aus Winnweiler
Heide Schettler aus Castrop-Rauxel
Jörg u. Janine Witte aus Recklinghausen
Tabea Schmenger aus Bürstadt
Karin Deschka aus Bonn
Ralf Hense aus Alfter
Sophia und Luisa Falk aus Freigericht
Michael König aus Borgloh

 

Thüringerwald-Ziege

 

 

Kennzeichen

Schokoladenbraune Farbe ohne Fuchsanflug und ohne Aalstrich. Ausgeprägte Gesichtsmaske, weißgesäumte Stehohren. Die Unterbeine, Bauch und Spiegel sind weiß. Beide Geschlechter behornt oder hornlos.

Eigenschaften

Die Milchleistung liegt bei 700-1000 kg bei 3,5 % Fett. Weibliche Tiere sind sehr fruchtbar, Mehrlingsgeburten treten häufig auf.

Verbreitung

Zuchttiere sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Etwa ein Drittel davon im Ursprungsgebiet Thüringen.

Herkunft

Die Rasse entwickelte sich Anfang dieses Jahrhunderts, als Ziegenzüchter aus Thüringen in ihren damaligen regionalen Landschlägen Toggenburgerziegen einkreuzten. 1935 hatte sich die Rasse soweit konsolidiert, dass sie als eigenständige Ziegenrasse benannt wurde. Seitdem wird sie rein weitergezüchtet.

Bestand

Die Thüringerwald-Ziege ist heute die einzige eigenständig gezüchtete Ziegenrasse Deutschlands.

Tier-Paten

Wir bedanken uns bei unseren Paten für die tolle Unterstützung:
Familie Barg-Bergerfurth aus Raeren/Belgien
Rosemarie Giese aus Werdum (Ella)
Sabine Schlüter und Frank Tischer aus Oberhausen
Helga Hofbauer aus Fürstenberg